Ein bisschen verspätet verspüre ich doch noch den Drang, ein paar Worte zur vergangenen Berliner Modewoche zu verlieren. Muss man ja auch erst mal sacken lassen, die vielen Smalltalks, Freixenets, visuellen An- und Zumutungen. Was zurückbleibt, ist ein gewisse Erleichterung mit schalem Beigeschmack. Erleichterung über die Begegungen mit vielen Menschen, die allesamt genau so erfrischend sympathisch sind, wie stets erhofft. Ob das immer größer werdende bloggende Volk, Moderedakteure aus Nah und Fern, Jungdesigner oder Laufstegmodels – stets herrschte eine positive Grundstimmung, von Stutenbissigkeit nichts zu spüren. Genau in diesen Begegnungen liegt für mich auch der große Mehrwert in den sonst so künstlich aufgeputschten Tagen, die leider an Charme deutlich verloren haben. So konnte nur ein kleiner Teil des Gezeigten wirklich begeistern, fashion forward wurde leidlich vermisst, in meiner Erinnerung formt sich ein klebrig glitzernder Ball aus grellen Satinkleidern mit Strassapplikationen. Warum überall Abendroben? Um die komplett unmodischen prominenten Zaungäste zu befriedigen? Warum fängt das halbe Publikum sofort an zu klatschen, sobald es auf dem Laufsteg anfängt zu funkeln? Ist denen denn wirklich so langweilig? Teilweise fühlte ich mich wie in einem Billigflieger nach Mallorca, langes Warten am Check-in, Sektchen und Bussi Bussi am Gate, Cornyriegel im Goodie Bag, der Kapitän lässt sich selbstgerecht nach der Landung von den Passagieren feiern und wirft noch mal ein paar Handküsse in die Business Class. Mit (junger) Berliner Mode hat das alles herzlich wenig zu tun und so klammert sich meine Hoffnung weiterhin an die Nachwuchstalente, die wir bei Beck’s Fashion Experience oder Designer for Tomorrow sehen und bewundern durften. Hier brodelt noch was, es kitzelt im Auge, die kleinen Gerhirnzellen werden zum Analysieren animiert. Im Sommer erhoffe ich mir mehr davon und freue mich auf weitere pulsierende Inszenierungen á la Bernhard Willhelm, in der Abflughalle Bebelplatz jedoch werde ich nicht mehr so viel Zeit verbringen – der dauerbeschwippste und verbal mastubierende Jet Set ist halt doch nicht so meins.
Langsam komme ich nach dem ganzen Trubel endlich dazu, in Ruhe meine Bilder von insgesamt 14 Schauen durchzugucken. Unbedingt erwähnen möchte ich ebenfalls die Präsentation der Winterkollektion von Scherer González, denn diese Show hatte es nun wirklich in sich. Nach dem vielen coolen Gepose auf dem Laufsteg in vorangegangenen Präsentationen war dieses verträumte Eintauchen in die perfekt inszenierte Rokoko-Märchenwelt eine willkommene Abwechslung und man wusste gar nicht, wo man zuerst hinschauen sollte. Ob kunstvoll drapierte Perücken mit integrierten Zweigen, Äpfeln und Seesternen, oder die absolut perfekte Schnittkunst bei den opulenten Couture-Roben – es herrschte ein einziges Staunen. Wie so oft sagen Bilder mehr als tausend Worte, meine Eindrücke gibt es auf der nächsten Seite. Read the rest of this entry »
Zum Abschluss der Fashion Week Berlin wurde es gestern Nachmittag charmant „dunkel“. Die Zwillingsschwestern Daniela und Annette Felder zeigten ihre freudig von uns erwartete Winterkollektion erstmalig in Berlin und erheiterten meine verkaterte Sonntagslaune. Dies war zugegeben allerdings nicht sonderlich schwer, genau wie ich waren wohl zahlreiche andere Mädchen ob der Tragbarkeit und der geliebten Kombi Schwarz zu Gold recht angetan. So ist die Kollektion vielleicht nicht besonders innovativ oder wegweisend, manchmal überrumpelten einen förmlich die „zu vielen Trends auf einmal“ (Transparenz, Nieten, schmale Taille, One Shoulder, um nur einige zu nennen) – trotzdem ist die Kollektion auf den Punkt genau aktuell und somit ein Stück weit Balsam für die Augen nach dem vielen Geglitzere, was uns sonst so während der letzten Tage angetan wurde. Vielleicht liegt es aber auch einfach an den zauberhaften Schwestern selbst, die grazil Hand in Hand über den Laufsteg schritten und ebenso mühelos sich einen kleinen Platz in meinem Herzen sicherten…Bilder der Show nach dem Klick! Read the rest of this entry »
So, der letzte Tag Fashion Week ist angebrochen und das Ende naht – angesichts der Strapazen, die so ein Mudetrubel mit sich zieht, bin ich auch nicht wirklich traurig darüber. Gleich geht es zum Abschluss zu Felder + Felder, ganz in schwarz mit meinem geliebten Bubbleskirt von Thelin. Danach begebe ich mich sofort auf direktem Wege in die Koje!
Es ist immer gut, Unterstützung aus der Heimat zu bekommen. So freute ich mich, gestern zwei bekannte Gesichter aus Hamburg zu sehen, Georgia fotografierte bei Kilian Kerner backstage, Theresa lief diverse Shows während der Fashion Week mit Bravour. Hach Mädels, schön war’s euch mal wieder zu sehen – bis zum nächsten Mal in Hamburg oder Kölle oder Berlin! : )
Die wohl längste Show, die ich bisher gesehen hab, vielleicht aber auch eine der schönsten. Der Catwalk hochglänzend wie ein Spiegel (hatte aber einen Anti-Rutsch Effekt, wie wir später festgestellt haben), die Models zum Kreischen schön, die Kollektion mit Höhepunkten zum Dahinschmelzen. Obwohl ich mit Abendkleidern sonst nicht so viel am Hut hab, blieb mir dieses Mal genau bei diesen der Mund offen stehen. Fließend und bodenlang, teilweise kombiniert mit blendend goldenen, langen Jacken – ein Traum für jeden roten Teppich. Die Petrol- und Lila-Ausflüge waren nicht so meins, dafür konnte ich mich bestens mit den detailreichen Mänteln und vor allem den Röcken anfreunden, die fast aufs Haar genau Jessies Model von Norwegian Wood glichen. Das Finale:
Erster Pflichttermin am frühen Morgen: der Designer for Tomorrow Award by Peek & Cloppenburg Düsseldorf KG. So trafen wir uns alle frisch aus dem Ei gepellt wieder am Bebelplatz und kamen in den Genuss der Kollektionen acht Nachwuchsdesigner. Eine unterhaltsame Show wurde geboten, samt Moderation von Natalia Avelon und Prominenz in Form von Klaus Wowereit, Franziska Knuppe und Toni Garrn. Auch wenn mein absoluter Favorit Michael Sontag (Camilla und ich hatten bei der letzten FWB den richtigen Riecher und nahmen ihn damals schon genauer unter die Lupe) am Ende den begehrten Preis nicht abräumen konnte, sei den Gewinnern Joel S. Horwitz und Julia Knüpfer der Triumph natürlich mehr als gegönnt. Diese Namen also bitte im Langzeitgedächtnis abspeichern – hier mein (kläglicher – thx to youtube) Mitschnitt vom Finale!
Bei Strenesse schlug das Herz heute zum ersten Mal deutlich höher. Das hatte mehrere Gründe, wie zum Beispiel Jan Joseph Liefers in der Front Row, Katrin Thormann und Toni Garrn sowie meine liebe Freundin Theresa Genth auf dem Laufsteg und natürlich nicht zuletzt die Mode. Wie nicht anders zu erwarten, konnten in erster Linie die schwarzen Designs deutlich bei mir punkten. Hier oben mein absolutes Lieblingskleid mit „Fellpopo“ – wie gern wüsste ich dieses in meinem Kleiderschrank! Mehr Bilder der Kollektion gibt es nach dem Klick! Read the rest of this entry »
Kurz in der Mittagspause zum Bebelplatz gehuscht und den Pass abgeholt – ich kann berichten, das Zelt steht schon mal! Wenn auch noch ein schicker Bauzaun davor prangt und der rote Teppich noch fein säuberlich mit einer Plastikfolie bedeckt ist, bald kann es losgehen! Und meine Damen, ich möchte nicht zuviel verraten, aber die Goodie Bags von Bree by Ayzit Bostan sind dieses Jahr wirklich mehr als gelungen…
Entspannt und gemächlich wurde soeben die Fashion Week Berlin eingeläutet, ein erstes warm werden vor dem Marathon rund um Schauen, Showrooms, Sales und Co. Ort des Geschehens ist die projektGalerie in der Torstraße 96, hier stellt das uns bekannte Model Iekeline Stange bis Samstag ihre Polaroidserie mit dem liebreizenden Titel „I like Ponies“ aus. Über eine waghalsige Treppe geht es runter in ein kleines Kellergewölbe, in dem die Künstlerin samt den erhofften „My Little Ponies“ auf ihre Gäste wartet. Unverschämt sympathisch ist die Iekeline und unverschämt anrührend sind ihre Fotografien, irgendwie herzergreifend und süß verträumt. „Ein kleines Tor zu ihrer Welt“ möchte sie uns damit öffnen, ich für meinen Teil bin gerne durchgegangen – weitere Impressionen nach dem Klick! Read the rest of this entry »
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